Dienstag, 6. Februar 2007

Definition von Unterernährung

Unterernährung wird definiert als Folge von ungenügender Nahrungsmittelzunahme (man nimmt weniger Kalorien zu sich als man verbraucht) und sich wiederholenden infektiösen Krankheiten. Sie beinhaltet neben Untergewichtigkeit auch Indikatoren wie zu geringe Körpergrösse, zu geringer Körperumfang sowie Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Derzeit leiden weltweit 400 Millionen Kinder an Unterernährung. Die Auswirkungen von Hunger und Unterernährung bei Kindern sind dabei besonders besorgniserregend. Forschungsergebnisse haben erneut bestätigt, dass die Entwicklung des Gehirns in den ersten Lebensmonaten und ­-jahren besonders großen Einfluss auf das weitere Lernen, Verhalten und die Gesundheit eines Menschen hat. „Wenn man bedenkt, dass 70 Prozent der Gehirnentwicklung in den zwei ersten Lebensjahren stattfindet, kann Unterernährung in frühester Kindheit katastrophale Folgen haben“, sagte der ehemalige Exekutivdirektor des World Food Programm Morris. „Bevor diese Kinder Laufen oder Sprechen können, liegen sie bereits hinter ihrer altersentsprechenden Entwicklung.“ (Quelle: WFP der UN) Im Bild sind alle Staaten mit über 20% Anteil an unterernährten Menschen an der Gesamtbevölkerung dunkel gekennzeichnet.