Montag, 26. März 2007

Wasserverbrauch in der Schweiz

Alarmiert durch die immer grössere Wasser-Knappheit möchte ich heute ein paar Facts und Gedanken zum Wasserverbrauch in der Schweiz liefern. Später möchte im krassen Gegensatz dazu über die Wasserkrise im Sudan berichten. Frühstens in der Kochschule während der Schulausbildung muss man sich zum ersten Mal Gedanken über den persönlichen Wasserverbrauch machen. Meist stellt man dann mit Erschrecken fest, dass der Wasserverbrauch massiv höher liegt, als angenommen. Mit wie wenig Wasser man auskommen kann, habe ich selber in einem Waisenhaus im Norden von Mosambik persönlich erlebt. Wenn man das Wasser für die Dusche, WC, Kleider waschen etc. hintragen muss, so lebt man automatisch sparsamer. In der Schweiz gab es eine interessante Verbrauchsentwicklung. 1900 betrug der Verbrauch pro Person und Tag 204 Liter (regional waren die Unterschiede gross: St. Gallen: 84 Liter, Zürich: 149 Liter). Dann stieg der Wasserverbrauch kontinuierlich. Am höchsten war er in den 70iger und 80iger Jahren mit rund 500 Litern pro Tag und Person. Heute beträgt der Wasserverbrauch rund 400 Liter pro Person und Tag (1995: 414 Liter). In dieser Zahl ist der gesamte Verbrauch, inklusive Industrie, Öffentlichkeit und Privathaushalte, eingerechnet. Wenn man die Privatpersonen separiert so verbrauchen wir innerhalb von 24h doch immerhin 162 Liter Wasser. Für was das Wasser verwendet wird, ist auf der Grafik ersichtlich. Mehr Infos dazu gibt es unter www.trinkwasser.ch.