Dienstag, 5. Juni 2007

Hunger und Unterernährung verursachen immense wirtschaftliche Kosten

Eine neue Studie des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) belegt die immensen wirtschaftlichen Kosten, die Hunger und Unterernährung verursachen. Das WFP und die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) unternahmen eine umfassende Untersuchung von sieben Ländern. Sie zeigt laut WFP, dass allein die Unterernährung von Kindern im Jahr 2004 die Volkswirtschaften der sieben Staaten 6,7 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Dies entspreche 6,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der sieben Länder.

Die Studie berechnet die Auswirkungen von Hunger und Unterernährung auf Gesundheit, Bildung und wirtschaftliche Produktivität und schätzt die Kosten, welche größere Gesundheits- und Bildungsaufwendungen sowie die verringerte wirtschaftliche Produktivität verursachen.


"Diese Studie ist ein Weckruf an die internationale Gemeinschaft, dass weit verbreiteter Hunger bei Kindern nicht nur eine moralische und humanitäre Herausforderung sind, sondern auch erhebliche ökonomische Konsequenzen hat", sagte Josette Sheeran, Exekutivdirektorin des WFP. "Es ist ersichtlich, dass wir die Armut in der Region und in der Welt nur bekämpfen können, wenn wir effektive Schritte im Kampf gegen Hunger und Unterernährung wagen."

"Die langfristigen Kosten der Unterernährung sind erheblich und sie beschränken sich nicht auf einzelne Personen", sagte José Luis Machinea, ECLAC-Generalsekretär. "So wird das Wachstum von Ungeborenen schon im Mutterleib einer unterernährten Frau beeinflusst und so droht die Armut von einer Generation zur nächsten weitergegeben zu werden, wenn wir nicht handeln."