Dienstag, 10. Juli 2007

Milleniums-Entwicklungsziele in Gefahr

Die UN nimmt im "Millennium Development Goals Report 2007" Stellung, ob die Milleniums-Entwickungsziele (englisch: Millennium Development Goals, MDGs) auch wirklich erreicht werden können. Die nebenstehende Grafik zeigt die Fortschritte im Hinblick auf das 1. Ziel, die Anzahl der an Hunger leidenden Menschen zwischen 1990 und 2015 zu halbieren.

Hier das Fazit der UN: „Die Anzahl hungernden Kindern nimmt in allen Regionen ab, aber um das Ziel zu erreichen braucht es schnellere Fortschritte. Global gesehen hat die Anzahl hungernder Kinder unter 5 Jahre zwischen 1990 und 2005 um einen Fünftel abgenommen. Das östliche Asien machte dabei die grössten Fortschritte und wird das MDG Ziel sogar übertreffen. Dies hauptsächlich Dank der verbesserten Situation in China. Das westliche Asien, Latein Amerika und die Karibischen zeigen ebenfalls bedeutende Fortschritte. Die Anzahl der unterernährten Kindern in diesen Regionen ist um einen Drittel zurückgegangen. Die grösste Anzahl von hungernden Kindern wird im südlichen Asien und Sub-Sahara Afrika (die Länder südlich der Sahara) gefunden. Der schleichende Fortschritt in diesen Ländern macht es unrealistisch, dass das MDG Ziel erreicht werden kann. Falls es keine Beschleunigung gibt, wird die Weltgemeinschaft das Ziel im Jahre 2015 um 30 Millionen Kindern verpassen, welche dadurch ihres Potenzials beraubt werden.“