Mittwoch, 3. Dezember 2008

Glas-Fusing Workshop zu Gunsten von JAM Schweiz

Wir sind immer wieder neu begeistert von unseren Spendern, welche die Hilfe für die hungernden Kinder in Afrika möglich machen. Da gibt es Schulklassen, welche Kuchen verkaufen, Kinder, die basteln oder auf Süsses verzichten, Firmen, die grosse Beträge spenden etc.
Die Firma Crea-Glass GmbH in Interlaken gehört mit zu den Unterstützern der ersten Stunde. Für diese Weihnachten haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. Um 54 Schulkinder in Bumbo im Chongoroi Distrikt in Angola ernähren zu können, veranstalten sie bis Weihnachten mehrere Glas-Fusing Workshops. Die Teilnehmerbeiträge werden für die Ernährung der Kinder an ihrer Patenschule in Angola verwendet.
Unter fachkundiger Anleitung können die Teilnehmer selbständig Früchteschalen, Aschenbecher, Kunstbilder etc. aus Glas herstellen. Das gefertigte Glasprodukt wird dann gebrannt und gebogen. Dieser Workshop bereitet also nicht nur den Teilnehmern (oder den Beschenkten) Freude sondern beschert 54 Kindern eine Weihnachtsüberraschung, von der sie sich ein Jahr lang ernähren können! Mehr Infos inkl. Daten und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.

Mittwoch, 26. November 2008

Neuer Flyer von JAM Schweiz

Soeben wurde der neue Flyer über unser Schulernährungs- programm ausgeliefert. Er kann via info(a)jam-schweiz.org oder 044 500 36 36 bei uns angefordert werden.


Impressionen meiner Projektreise

In diesem Blogeintrag möchte ich mehr Bilder sprechen lassen. Sie sind auf meiner letzten Projektreise in Mozambique entstanden und geben einen kleinen Einblick in unsere Hilfe vor Ort. JAM Schweiz hat die Kinder im Fokus. Ihnen gehören unsere Aufmerksamkeit und unsere Hilfe. So möchte ich hier einige Bilder dieser Kinder zeigen. Was die Bilder oft zu wenig erzählen können, ist der harte Alltag der Kinder und der afrikanischen Bevölkerung im Allgemeinen.
Im Gespräch mit einer Frau am Brunnen (siehe 1. Bild) habe ich zum Beispiel erfahren, dass sie früher jeden zweiten Tag 17 Kilometer zum nächsten Brunnen laufen musste, um für sich und ihre Familie sauberes Wasser zu holen. Der Fussmarsch dort hin dauerte nicht nur 4 Stunden sondern war auch gefährlich. Im Mai 08 bohrte JAM 10 Minuten von ihrem Dorf entfernt einen Tiefwasser-Brunnen. Was dies für diese Frau und die Dorfbevölkerung bedeutet, können wir kaum ermessen.










Freitag, 13. Juni 2008

Hungerkrise wegen steigender Preise

SF1 berichtete heute in 10vor10 über die Debatte im Nationalrat über die aktuelle Hungerkrise sowie über die Gründe für die Hungerkrise. Sehr sehenswert und aufrüttelnd!

Dienstag, 29. April 2008

Benzin statt Brot

Auch das Migros-Magazin beleuchtet in der Rubrik "Scheinwerfer" der Ausgabe vom 21. April 2008 die aktuelle Notsituation (siehe Bild).
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fand beim heutigen Treffen mit den Chefs aller grossen UN-Organisationen in Bern markige Worte für die Situation: „Der Hunger der Welt ist kein Problem, sondern eine Katastrophe.“ Eine Sonderarbeitsgruppe unter seiner Leitung sowie finanzielle Unterstützung sollen helfen. Es müsse aber mehr getan werden, als den Menschen in Not Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, wie dies bei früheren Krisen der Fall gewesen sei, erklärte Ban. «Wir müssen auch die Nahrung von Morgen garantieren.» Um diese sicherzustellen, wollen die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Bauern in den ärmsten Ländern der Welt für 1,7 Milliarden Dollar (1,09 Milliarden Euro) Saatgut zur Verfügung stellen. Man darf hoffen, dass die daraus entstehende Saat dann weder in Tiermägen noch in Autotanks sondern in den Mägen hungernder Menschen landet.

Dienstag, 15. April 2008

Horrender Preisanstieg der Grundnahrungsmittel

Wegen der weltweit gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel sieht die Weltbank in zahlreichen Ländern die Gefahr von gewaltsamen Unruhen. Grob geschätzt drohten rund 100 Millionen Menschen in den unterentwickelten Staaten ins «Elend» abzurutschen, sagte Weltbank-Direktor Robert Zoellick an der Frühjahrstagung der Weltbank in Washington. Die Preise für Nahrungsmittel schossen nach einer Studien der Weltbank in den vergangenen drei Jahren weltweit um 83 Prozent, für den lebenswichtigen Weizen sogar um 181 Prozent in die Höhe.


Für die Teuerung gibt es unterschiedliche Gründe. Ein Problem liegt darin, dass nur etwa die Hälfte des Getreides gegessen wird. Der Rest wird zu Biotreibstoff oder Futter. Es wird geschätzt, dass im letzten Jahr mindestens 100 Mio. Tonnen Getreide für die Herstellung von Biotreibstoffen verwendet wurde. Auf vielen Feldern wächst Rohmaterial für Treibstoffe statt Nahrung. Zudem sorgen immer mehr Umweltkatastrophen für Ernteausfälle.

Die steigende Nachfrage nach Fleisch aus China sorgt zudem dafür, dass mehr Getreide im Futtertrog landet. Wenn Millionen Menschen mehr Fleisch essen, braucht es mehr Futter für Masttiere. Mit anderen Worten: Mit der gleichen Maismenge könnten mehr Menschen ernährt werden, wenn es statt als Futtermittel direkt gegessen würde.

Ein weiterer Faktor ist, dass die Preise von Grundnahrungsmittel auch von den Spekulationen an der Börse abhängen. Nach dem Zusammenbruch des Handels mit verbrieften Forderungen haben sich Anleger und Banktrader auf die Rohstoffmärkte gestürzt. In den Preisbewegungen von Reis, Weizen, Soja oder Mais spiegeln sich nun vermehrt die Marktmanipulationen und Spekulationen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) habe die Geberstaaten aufgerufen, bis zum 1. Mai 500 Millionen Dollar für Hilfsprogramme zuzusagen, sagte Zoellick. Für rund die Hälfte dieser Summe lägen bereits Zusagen vor, jedoch sei dies nicht genug.

Alle 22 Min explodiert eine Landmine

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 4. April zum Internationalen Tag für die Aufklärung über Minengefahr und die Unterstützung von Antiminenprogrammen erklärt. Dieser Tag soll uns für die Bedrohung durch Landminen und Fortschritte bei deren Beseitigung sensibilisieren. Im Unterschied zu zahlreichen globalen Problemen der heutigen Zeit, könnte die Entminung laut Max Gaylard, Direktor des Antiminenprogramms der Vereinten Nationen, bereits innerhalb weniger Jahre abgeschlossen werden. Laut dem Bericht Landmine Monitor Report 2005 sind nach wie vor 84 Staaten in gewissem Masse von der Gefahr, die von Landminen und nicht zur Wirkung gelangten Kampfmitteln ausgeht, betroffen. Jährlich werden zwischen 15.000 und 20.000 Kinder und Erwachsene auf diese Weise getötet oder verstümmelt, was einen Rückgang von den geschätzten 26.000 Opfern Ende der Neunziger Jahre widerspiegelt.
Um auf diese Zustände aufmerksam zu machen, fand am 04. April 2008 in Luanda, Angola die Wahl zur „Miss Landmine“ statt. Bei "Miss Landmine 2008" stellen sich Frauen zur Wahl, denen die perfiden Kriegswaffen die Glieder zerfetzten. Hauptgewinn: eine Beinprothese. Weniger Polemik aber ebenso einen grossen Schock, verursacht ein Video, welches von der UN zu diesem Thema produziert wurde. Mit drastischen Bildern wird ein Fußballspiel zweier Kindermannschaften gezeigt - anscheinend irgendwo in den USA. Am Spielfeldrand stehen Eltern, die ihre Kinder anfeuern. Ein Mädchen schiesst ein Tor, die Zuschauer jubeln, die Kamera hält auf die Schützin - dann plötzlich explodiert etwas unter dem Kind. Es bleibt leblos am Boden liegen, Panik bricht aus, ein verzweifelter Vater wiegt sein totes Kind in den Armen, Schreie sind zu hören.
Die Botschaft: Was Landminen anrichten, ist grausam - egal wo. "Es mag in Ihrem Vorgarten vielleicht keine Landminen geben, aber es gibt sie in den Vorgärten von Millionen Menschen auf der ganzen Welt", heißt es auf der dazugehörigen Website.