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Aus politischen Gründen zieht sich das World Food Programm der UN aus Angola zurück. Für 40'000 Kinder bedeutet dies, dass sie ab sofort keine Nahrung mehr erhalten, die sie so dringend nötig hätten. Vier Monate ohne ausgewogene Nahrung wird diese 40'000 Kinder wieder in den alten, höchst kritischen Zustand zurückwerfen. Jedes 4. Kind in Angola stirbt vor dem fünften Lebensjahr – oft an „ungefährlichen“ Krankheiten, welche für die geschwächten Körper zur tödlichen Fall werden. Als nicht Regierungsorganisation (NGO) war es uns möglich, mit der angolanischen Regierung einen 5 Jahresplan auszuarbeiten. Bis in 5 Jahren soll Angola fähig sein, sich selber um die Kinder zu kümmern. JAM Schweiz setzt sich mit ganzer Kraft dafür ein, diese 5 Jahre zu überbrücken, damit wir möglichst viele von diesen 40'000 Kinder retten können.
Nach dem 27jährigen Bürgerkrieg, der 2002 endete, erholt sich das Land nur langsam von den Folgen. Die Ernährungs- und Gesundheitssituation der angolanischen Bevölkerung ist grösstenteils katastrophal. Nur ca. 30% der Bevölkerung haben Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung und nur 40% haben Zugang zu ausreichend reinem Trinkwasser. Jährlich sterben tausende Menschen an eigentlich leicht heilbaren Krankheiten wie zum Beispiel Durchfallerkrankungen oder Atemwegsentzündungen. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist teilweise oder vollständig von ausländischer Nahrungsmittelhilfe abhängig. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist die zweithöchste der Welt, statistisch stirbt alle drei Minuten ein Kind in Angola. Jedes vierte Kind stirbt, bevor es 5 Jahre alt wird. Aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung ist auch die Zahl der Frauen, die während der Geburt sterben, extrem hoch. Nach UN-Angaben liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Angola bei 44,6 Jahren.