Mittwoch, 28. Februar 2007

Die Macht Gutes zu tun

Gestern publizierte Markus Huszar aus Österreich in seinem Blog einen Artikel unter dem Titel "Wer die Ärmsten dieser Welt gesehen hat...". Er geht darauf ein, wie wenig es braucht, um Gutes zu tun. Er endet dann mit dem Fazit: "Man sagt, der Flügelschlag eines Schmetterlings kann am anderen Ende der Welt ein Unwetter auslösen. Ich kippe ein Bier weniger, damit schenke ich einem Menschen das Leben. Jeder sollte sich seiner Macht bewusst sein. Seiner Macht, Gutes zu tun!" Danke für diesen Beitrag. Ich war dermassen inspiriert, dass ich gleich den Begrüssungstext auf der JAM Schweiz Homepage umgeschrieben habe.

Dienstag, 27. Februar 2007

JAM Schweiz testet Trigami

JAM Schweiz geht auch in der Werbung inovative Wege und so sind wir heute mit Trigami eine Vereinbarung eingegangen. Die junge Basler Firma Trigami will das Marketingpotential der Blogospähre nutzen. Blogger verfassen in redakioneller Freiheit Produkt-Rezensionen und werden für die Veröffentlichung in ihren Blogs finanziell entschädigt, so der Gedanke der Geschäftsidee. Zusammen mit Trigami testen wir nun die Möglichkeit, mittels Blogs in direkten Kontakt mit Anspruchsgruppen (Gönner, Medien, Öffentlichkeit) zu treten. Bis zu 20 Blogger werden in ihren Blogs über unsere Arbeit berichten und so auf die Not und unsere Lösung aufmerksam machen. Wir danken der Firma Trigami für die Zusammenarbeit und die Bereitschaft, als Ausdruck ihrer vorbildlichen unternehmerischen Verantwortung auf die übliche Provision zu verzichten.

Dienstag, 20. Februar 2007

Sauberes und sicheres Wasser

Die 60-jährige Noxolile Tranisi lebt seit ihrer Geburt im Dorf Ntlangaza in Südafrika. Ihr Ehemann ist taub. Sie kann sich noch gut an die furchtbare Zeit erinnern, als die Cholera Epidemie ihr Dorf heimsuchte und viele Menschen ihr Leben lassen mussten. Zusammen mit anderen Dorfbewohnern hatte Noxolile Geld gesammelt um endlich Zugang zu sauberem und sicherem Wasser zu erhalten. Aufgrund der grossen Arbeitslosigkeit und Armut konnten sie aber nicht mehr als 10% der Brunnenbau-Kosten aufbringen. JAM realisierte die Not und finanzierte die Bohrung des Brunnens. Die Dorfbewohner steuerten mit ihrem Geld dann die Pumpe bei. Ihre Situation hat sich dadurch merklich verbessert. Noxolile konnte Dank dem Wasser neben dem Haus ein Gemüsebeet anlegen. Neben Gemüse pflanzt sie auch Kräuter an, welche ihren Gesundheitszustand stark verbessert haben.
Dies ist nur eine Geschichte von vielen, die aufzeigt, was sauberes und sicheres Wasser für einen Unterschied macht. JAM bohrt mit eigenen Bohrtruppen bis zu 200 Brunnen pro Jahr und macht so das Leben von Millionen von Menschen sicherer.

Freitag, 16. Februar 2007

Orange Farm in Südafrika

Die Orange Farm ist die grösste nicht bewilligte Siedlung in Südafrika. Das Gebiet ist ein isolierter Teil von Johannesburg (in J'burg geschehen mehr Morde als Verkehrsunfälle) und beheimatet schätzungsweise 1.2 Millionen Menschen und ein mehrfaches an Problemen wie z.B.
- Arbeitslosigkeit von 70%
- 50% der Kinder haben Aids
- 68% der Haushalte liegen unter der Armutsgrenze
- 66% der Einwohner leben in selber gemachten Hütten
- nur 23% der Einwohner haben einen Grundschul-Abschluss
- tausende Kindern sind Waisen und leiden unter grosser Armut.

Nahrung und Bildung sind die Schlüssel für eine bessere Zukunft dieser Menschen. JAM ernährt seit Februar 2005 über 5'000 Kinder in 9 Primarschulen und einer Sekundarschule in der Orange Farm. Die Nahrung wird aufgrund der vielen Aids-Kinder mit speziellen Zusätzen ergänzt. Im Weiteren gibt JAM Essens-Packete für ganzen Familien ab. Als Teil der Entwicklungsstrategie für dieses Gebiet hilft JAM Privatpersonen und Schulen Gemüsegärten anzulegen um die Nahrungssituation zu verbessern und den Familien und Schulen ein kleines Einkommen zu ermöglichen. In den nächsten drei Jahren sollen 1'500 solcher Gärten angelegt werden. JAM vermittelt im speziellen auch Frauen Mikokredite, damit sie durch eigene, kleine Unternehmungen ihre Lebenssituationen selber verbessern können. (Foto: Schulkinder die Dank JAM wieder lachen können)

Dienstag, 6. Februar 2007

Definition von Unterernährung

Unterernährung wird definiert als Folge von ungenügender Nahrungsmittelzunahme (man nimmt weniger Kalorien zu sich als man verbraucht) und sich wiederholenden infektiösen Krankheiten. Sie beinhaltet neben Untergewichtigkeit auch Indikatoren wie zu geringe Körpergrösse, zu geringer Körperumfang sowie Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Derzeit leiden weltweit 400 Millionen Kinder an Unterernährung. Die Auswirkungen von Hunger und Unterernährung bei Kindern sind dabei besonders besorgniserregend. Forschungsergebnisse haben erneut bestätigt, dass die Entwicklung des Gehirns in den ersten Lebensmonaten und ­-jahren besonders großen Einfluss auf das weitere Lernen, Verhalten und die Gesundheit eines Menschen hat. „Wenn man bedenkt, dass 70 Prozent der Gehirnentwicklung in den zwei ersten Lebensjahren stattfindet, kann Unterernährung in frühester Kindheit katastrophale Folgen haben“, sagte der ehemalige Exekutivdirektor des World Food Programm Morris. „Bevor diese Kinder Laufen oder Sprechen können, liegen sie bereits hinter ihrer altersentsprechenden Entwicklung.“ (Quelle: WFP der UN) Im Bild sind alle Staaten mit über 20% Anteil an unterernährten Menschen an der Gesamtbevölkerung dunkel gekennzeichnet.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Kleiner Verwaltungs- und Werbeaufwand

Als JAM Schweiz verfolgen wir das einfache Konzept, dass mit CHF 66.- ein Kind ein Jahr lang ernährt werden kann. In diesen CHF 66.- sind sämtliche Kosten eingerechnet, die hier in der Schweiz oder in Afrika anfallen. 92% dieses Betrages fallen auf die Einkäufe der Zutaten für den CSB-Brei, dessen Herstellung, die Logistik, die Infrastruktur, Projektbetreuung (inkl. Kontakte zur Regierung, Lehrern etc.). Die restlichen 8% beinhalten 4% Werbeaufwand und 4% Kosten für die administrativen Aufwendungen (CHF 2,64 pro Kind und Jahr). Bei Geldern, welche via JAM Schweiz gespendet werden, wird der Verwaltungs- und Werbeaufwand zwischen Afrika und der Schweiz aufgeteilt. Die Aufwendungen in der Schweiz betragen dabei weniger als 5%. Der Verwaltungsaufwand, der in Afrika noch anfällt, beläuft sich sogar unter 3% (2,91% im Jahre 2005). Mit einem so geringen Verwaltungs- und Werbeaufwand ist Joint Aid Management international absolut in den Spitzenrängen.