Mittwoch, 20. Juni 2007

Zwei Kinder ernähren sieben Kinder

Einmal mehr haben wir von Kindern Geld erhalten, um hungernde Kinder in Afrika zu ernähren. Dieses Mal sind es Moritz und Edina aus St. Niklausen LU, welche zusammen mit Petra Hasler, ihrer Tagesmutter, für die Kinder in Afrika gebastelt haben. Sie ernähren nun nicht weniger als 7 Kinder! Doch lassen wir Frau Hasler gleich selber zu Wort kommen:

"Da Moritz (6) und Edina (4) den hungernden Kindern in Afrika nichts von ihrem Essen schicken können, haben sie mit viel Freude Schäleli bemalt. Diese verkauften sie Freunden und Nachbarn um den Erlös den Kindern von Afrika zu schenken. Moritz hat mit viel Begeisterung jedes Mal das Geld zusammen gezählt und ausgerechnet wie viele Kinder jetzt schon ein Jahr lang essen erhalten werden. Am Schluss, um einen Runden Betrag zu erhalten, haben sie noch auf ein Eis verzichtet und somit 7 Kindern ein ganzes Jahr ausgewogene Ernährung ermöglicht."

Dienstag, 12. Juni 2007

JAM Schweiz unterstützt die Petition 0.7% Plus

Mehr als 60 Hilfswerke, Umwelt- und Frauenverbände, Menschenrechts-, Jugend- und kirchliche Organisationen sowie Gewerkschaften rufen den Bundesrat und das Parlament mit der Petition "Gemeinsam gegen Armut" auf, sich stärker gegen den weltweiten Hunger und die Armut zu engagieren und die öffentliche Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen.

Die Zwischenbilanz der Uno zeigt: Die acht Millenniumsziele (unter anderem die Halbung der hungernden Personen) werden nur dann erreicht, wenn sich alle Länder erheblich stärker dafür engagieren. Das gilt speziell auch für die Schweiz.
0,7% sind 70 Rappen von 100 in der Schweiz erwirtschafteten Franken. Sämtliche OECD Länder (inkl. der Schweiz) haben sich bereits vor 30 Jahren dazu verpflichtet, die Entwicklungshilfe auf 0.7% zu erhöhen. Nun müssen den Worten die Taten folgen!

In Koordination mit dieser Petition lancierten verschiedene Schweizer Hilfswerke die „Petition 0.7% Plus“, welche auch die Unterzeichnenden um ein Engagement bittet. Die Unterzeichnenden dieser Petition haben die Möglichkeit nicht nur die Petition zu unterstützen sondern zugleich ihren Willen zu bekräftigen, in dem sie sich verpflichten, im Jahr 2007 auch selber mindestens 0.7% ihres Einkommens in Armutsbekämpfungsprojekte ihrer Wahl einzuzahlen. JAM Schweiz arbeitet als Partner bei dieser Petition mit, weil die Unterzeichnenden nicht nur fordern sondern gleich auch handeln und als gutes Beispiel vorangehen. Wir möchten Sie bitten, entweder die Petition „Gemeinsam gegen Armut“ oder sogar die „Petition 0,7% Plus“ mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen und damit die Regierung an das gemachte Versprechen zu erinnern. Herzlichen Dank.

Öffentliche Entwicklungshilfe der Schweiz 2006: leichter Rückgang

Die Schweiz unterbreitet dem Ausschuss für Entwicklungshilfe (DAC) der OECD jedes Jahr einen statistischen Bericht über die öffentliche Entwicklungshilfe (APD). 2006 belief sich die Schweizer APD auf insgesamt 2,065 Milliarden Franken (2005: 2,207Mrd.). Aufgrund dieses Rückgangs um rund 7% sank der APD-Anteil am Bruttonationaleinkommen von 0,44% auf 0,39%.



Die Zuwendungen an die Entwicklungsländer ist aber in Wirklichkeit noch geringer, da die Schweiz neu auch die Aufnahmekosten für Asylsuchende aus Entwicklungsländern im ersten Jahr ihres Aufenthalts in der Schweiz, sowie die Spenden von Militärmaterial für humanitäre Aktionen in verschiedenen Entwicklungsländern als Entwicklungshilfe verbucht. Aber auch mit den 0.39% bleibt die Schweizerische Eidgenossenschaft immer noch weit von den 0.7 Prozent entfernt, welche die Schweiz zusammen mit den OECD Länder vor 35 Jahren vereinbarten und ebenso von den Vereinten Nationen empfohlen wird.

Hier gehts zu einer Übersicht über die Höhe der öffentlichen Entwicklungsgelder der OECD Mitgliedstaaten.

Dienstag, 5. Juni 2007

Hunger und Unterernährung verursachen immense wirtschaftliche Kosten

Eine neue Studie des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) belegt die immensen wirtschaftlichen Kosten, die Hunger und Unterernährung verursachen. Das WFP und die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) unternahmen eine umfassende Untersuchung von sieben Ländern. Sie zeigt laut WFP, dass allein die Unterernährung von Kindern im Jahr 2004 die Volkswirtschaften der sieben Staaten 6,7 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Dies entspreche 6,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der sieben Länder.

Die Studie berechnet die Auswirkungen von Hunger und Unterernährung auf Gesundheit, Bildung und wirtschaftliche Produktivität und schätzt die Kosten, welche größere Gesundheits- und Bildungsaufwendungen sowie die verringerte wirtschaftliche Produktivität verursachen.


"Diese Studie ist ein Weckruf an die internationale Gemeinschaft, dass weit verbreiteter Hunger bei Kindern nicht nur eine moralische und humanitäre Herausforderung sind, sondern auch erhebliche ökonomische Konsequenzen hat", sagte Josette Sheeran, Exekutivdirektorin des WFP. "Es ist ersichtlich, dass wir die Armut in der Region und in der Welt nur bekämpfen können, wenn wir effektive Schritte im Kampf gegen Hunger und Unterernährung wagen."

"Die langfristigen Kosten der Unterernährung sind erheblich und sie beschränken sich nicht auf einzelne Personen", sagte José Luis Machinea, ECLAC-Generalsekretär. "So wird das Wachstum von Ungeborenen schon im Mutterleib einer unterernährten Frau beeinflusst und so droht die Armut von einer Generation zur nächsten weitergegeben zu werden, wenn wir nicht handeln."