Mittwoch, 12. September 2007

Die Nahrung (CSB-Brei)

Vor ein paar Jahren brachte die Inflation in den Einsatzländern JAM in eine Krise und die Ernährung von damals 100‘000 Kindern war gefährdet. Es lag nicht am Spendeneingang sondern innerhalb von vier Jahren verteuerte sich die proteinhaltige Nahrung, welche wir bis dahin aus Südafrika importierten, um 80 Prozent! JAM wurde so gezwungen, in Angola und Mosambik eigene Produktionsstätten aufzubauen. Im Rahmen dieser Umstellung wurde mit Forschern und Ernährungswissenschaftlern der sogenannte CSB-Brei (Corn + Sojabeans = Mais + Sojabohnen) entwickelt. Jedes Kind erhält täglich eine 100-150g Portion dieses Grundnahrungsmittels. Angereichert mit Vitaminen und lebenswichtigen Nährstoffen gewährleistet der CSB-Brei eine ausreichende Versorgung der Kinder mit Kohlenhydraten, Eiweiss, Fett, Vitaminen A, D, E, Calcium und Eisen. Die beiden Fabriken produzieren im Schichtbetrieb 6.7 Millionen Mahlzeiten pro Monat. JAM konnte mit den eigenen Fabriken nicht nur die Kosten senken sondern hat so auch über 100 Arbeitsplätze für Einheimische geschaffen.

Hilfeleistung von JAM in Afrika

Noch immer arbeitet JAM hauptsächlich in 5 Ländern. Mit den Brunnenbohr Anlagen sind wir aber immer wieder auch in anderen afrikanischen Ländern tätig. In der nebenstehenden Karte sind unsere Länder braun gekennzeichnet. Wenn es aus Sicherheits-Gründen möglich ist, helfen wir auch in der Demokratischen Republik Kongo. Kongo (bis 1960 Belgisch Kongo, von 1971 bis 1997 Zaïre) ist an Fläche der drittgrösste und an Bevölkerung der viertgrösste Staat Afrikas. Nicht verwechselt werden sollte die Demokratische Republik Kongo mit der westlich gelegenen Republik Kongo. Permanent sind wir aber in Angola, Mosambik, Ruanda, Südafrika und Sudan tätig. Hier eine genaue Auflistung der Kinder, welche Ende 2006 durch JAM ernährt wurden (nicht aufgelistet ist hier das Waisenhaus in Ruanda, weil es kein typisches JAM Projekt ist):