Montag, 22. Oktober 2007

Beseitigung der Armut eine Frage des politischen Willens

Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober haben Politiker und nichtstaatliche Organisationen eine gemischte Bilanz der Bemühungen gezogen, die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Die UNO befinde sich "auf gutem Weg, die extreme Armut zu halbieren", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (Foto). "Der Anteil an Menschen, die von weniger als einem Dollar pro Tag leben, ist zurückgegangen. Aber die Erfolge sind ungleichmässig verteilt. Viele Regionen, insbesondere im Afrika südlich der Sahara, befinden sind nicht auf dem Weg auch nur eines unserer grossen Versprechen zu erreichen."
Die Beseitigung der Armut sei "in erster Linie eine Frage des politischen Willens der Regierungen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaften in Nord und Süd, verbunden mit der Bereitschaft zu raschem gemeinsamem Handeln", betonte die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. "Alle Millenniumsziele zu erreichen würde nur 20 US-Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung kosten - die realen Ausgaben für Rüstung liegen heute bei 187 US-Dollar pro Kopf. Gerade weil wir die Armut tatsächlich beenden können, sind wir moralisch zum Handeln und zum globalen Umsteuern verpflichtet."
Quelle: www.epo.de

38,7 Mio Menschen standen gegen Armut auf

Deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr haben sich in der ganzen Welt an Aktionen anlässlich des internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober beteiligt. Wie der "Global Call to Action against Poverty" (GCAP) und die UN-Millenniumkampagne, die für die Aktion weltweit mobilisiert hatten, jetzt bilanzierten, setzten unter dem Motto "Stand Up & Speak Out" 38,7 Millionen Menschen in 110 Ländern ein politisches Zeichen gegen extreme Armut in der Welt. Die Rekordzahl von 23 Millionen aus dem Vorjahr wurde damit deutlich überboten und ein neuer Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Aktionstag gegen Armut am 17. Oktober

Zum Welttag der Armutsbekämpfung am 17. Oktober werden Millionen von Menschen in allen Erdteilen symbolisch gegen Armut aufstehen und von ihren Regierungen die Umsetzung der UN-Millenniumsziele einfordern.
Einzelpersonen seien beim Aktionstag gleichermassen gefragt wie Schulen, Firmen oder Organisationen, so die Veranstalter. Mehr als 23 Millionen Menschen in über 86 Ländern beteiligten sich im letzten Jahr am Aktionstag. Unter dem Motto "Stand Up and Speak Out" soll diese Zahl übertroffen werden. Die zivilgesellschaftliche Kampagne "Global Call to Action Against Poverty" und Prominente wie Culcha Candela, Fury in the Slaughterhouse, Julia Neigel und Popart Künstler Andora tragen den Aufruf mit.
"Wir brauchen eine Aktion wie den Stand Up, um den Regierenden zu zeigen, dass die BürgerInnen hinter den Millenniumszielen stehen und die Einhaltung der gemachten Zusagen einfordern", erklärte Renée Ernst, Beauftragte der UN-Millenniumkampagne in Deutschland. Es sei ein Skandal, dass fast eine Milliarde Menschen in extremer Armut leben, obwohl die Weltgemeinschaft die Mittel und das Know-how habe, den Kampf gegen Armut zu gewinnen. "Was fehlt, ist der politische Wille! Damit wollen sich Millionen Menschen weltweit nicht mehr abfinden und wir hoffen auch in Deutschland auf große Beteiligung", sagte Ernst.
Quelle: www.epo.de