Dienstag, 11. Dezember 2007

Spende statt Geschenk für Gottenmeitli

"Liebe JAM Organisation
Als erstes grosses Kompliment für Ihre Organisation! Ich hab mit meinem Gottenmeitli Jana (7J) abgemacht, dass ich statt ihr was zu schenken, eine Spende für die armen Kinder in Afrika tätige. Nun bin ich auf Ihre Seite gestossen und mich überzeugt Ihre Organisation. Haben Sie eine schöne Möglichkeit oder Idee, meinem Gottenmeitli zu zeigen, dass Sie mit dem Verzicht auf ein Geschenk was sehr tolles geleistet hat?"
Dieses ermutigende Email erhielten wir kürzlich von Frau Karin Blöchlinger aus Stäfa. Natürlich entsprachen wir gerne dem Wunsch von Frau Blöchlinger und der Abmachung zwischen Frau Blöchlinger und Jana aus Mühlethurnern (BE). Im Namen von Jana dürfen wir im nächsten Jahr gleich mehrere Kinder mit einer wichtigen Mahlzeit pro Schultag beschenken. Jana's Verzicht macht einen grossen Unterschied aus. Natürlich erhält Jana (Bild) von ihrer Gotte an Weihnachten eine schöne Urkunde, die wir Frau Blöchlinger zustellen werden. Ganz herzlichen Dank für diese geniale Idee! (Publikation erfolgt mit Einwilligung)

Montag, 10. Dezember 2007

Businesspartner für 313 Kinder gefunden

Gerade heute am Tag der Menschenrechte durften wir einen weiteren Business-Partner für eine Zusammenarbeit gewinnen. Von dieser Zusammenarbeit profitieren die 313 Schüler/innen der Escola Pohano (siehe Bild) in der Provinz Benguela in Angola. Die Ernährung dieser Kinder und weiteren 70'000 Kindern wurde bis vor einem Jahr vom World Food Programme der UN bezahlt und von JAM ausgeführt. Aus politischen und finanziellen Gründen zog sich das WFP aus Angola zurück und überliess JAM die Verantwortung für diese 70'000 Kindern. Leider war es nicht möglich, in so kurzer Zeit die Finanzierung für die Ernährung dieser Kinder sicher zustellen und so musste nach ein paar Monaten die Ernährung eingestellt werden.
Die Folge davon waren, dass bei den Kindern sehr schnell wieder die typischen Zeichen von Unterernährung zu finden waren. Gemäss Auskunft diverser Schulleiter und lokalen Politikern ist die Anzahl der aktiven Schülern nach der Einstellung des Schulernährungsprogrammes um 15 - 20 % zurückgegangen. Wenn es nichts zu essen gibt, werden die Kinder und besonders die Mädchen lieber auf den Feldern eingesetzt. Wir freuen uns für die 313 Kindern der Schule Escola Pohano die jetzt wieder ernährt werden und Dank Bildung und Nahrung bessere Chancen für ein erfolgreiches Leben haben.

10.12.07 Menschenrechtstag

Am heutigen Tag jährt sich zum 59. Mal die Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der UN verabschiedet worden ist.

Das Recht auf Nahrung, zutreffender Recht auf angemessene Ernährung genannt, ist darin als Menschenrecht in Artikel 11 des Sozialpakts völkerrechtlich verankert. Dieses Recht auf angemessene Erährung gilt als verletzt, wenn durch dauerhaften Entzug von Nahrung oder Ernährungsgrundlagen die Würde des Menschen verletzt ist. Umgekehrt ausgedrückt heißt es im Allgemeinen Kommentar Nr. 12 des Sozialausschusses der Vereinten Nationen: „Das Recht auf angemessene Nahrung ist dann verwirklicht, wenn jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, einzeln oder gemeinsam mit anderen, jederzeit physisch und wirtschaftlich Zugang zu angemessener Nahrung oder Mitteln zu ihrer Beschaffung haben.“
Angesichts der von der Welternährungsorganisation FAO geschätzten 850.000.000 Hungernden weltweit und 24.000 Hungertoten pro Tag dürfte es sich um eines der über viele Jahrzehnte hinweg am massivsten verletzten Menschenrechte handeln.
Bild: Präsident der Kommission für Menschenrechte, Eleanor Roosevelt, betrachtet die Erklärung.