Zum Weltwassertag am 22. März hat UNICEF dazu aufgerufen, die Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu verbessern. Weltweit haben 1,2 Milliarden Menschen nicht genug sauberes Wasser zum Leben. 2,6 Milliarden Menschen - mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung - müssen ohne ausreichende sanitäre Einrichtungen auskommen, darunter 980 Millionen Kinder. Die Folgen sind lebensbedrohliche Infektionen und schwere Durchfallerkrankungen. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2008 zum Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung erklärt. 1990 hatte nur fast jeder Zweite (49 Prozent) die Möglichkeit, eine Toilette zu benutzen. Inzwischen haben 59 Prozent der Menschen Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Doch zwei von fünf Menschen müssen ihre Notdurft nach wie vor an offenen Kanälen oder im Freien verrichten. Die Regionen mit der schlechtesten Versorgung sind das Südliche Afrika (38 Prozent), West- und Zentralafrika (36 Prozent) sowie Südasien (37 Prozent). Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation stehen einem Euro, der in die Wasser- und Sanitär-Versorgung investiert wird, Einsparungen bei der Behandlung von Krankheiten in Höhe von rund neun Euro entgegen.